Wir möchten Euch heute ein neues Spiel vorstellen, das nächstes Jahr in den Handel kommt und über das wir zukünftig auch etwas mehr berichten möchten.
Manchmal werden Träume wahr. Als die Entwickler der Kaos Studios Desert Combat als Mod für Battlefield 1942 entwickelten, hätte wohl niemand gedacht, dass sie als nächstes Projekt Frontlines: Fuel of War als Vollpreisspiel für THQ programmieren würden. Aktuell arbeitet die Spieleschmiede an Homefront, einem für 2011 angekündigten Ego-Shooter. Dieser soll sich laut Kaos-Producer Dex Smither eher wie Half-Life 2 und weniger wie Call of Duty: Modern Warfare 2 spielen.
Zusammen mit CIA-Agenten und einer Hollywood-Größe spinnen die Kaos Studios derzeit an einer düsteren Vision in der Nordkorea über die Welt kommt und den Bürgerkrieg vor allem in die Vorstädte der USA pflanzt. Wenn sie nicht koreanische Invasoren bekämpfen, kochen sie Marmelade ein und kümmern sich um die Kinder: In Homefront tritt der Spieler im Krieg ausnahmsweise mal nicht als Elitesoldat, sondern als kämpfender Zivilist an. Als ehemaliger Militärpilot Jacobs setzt der Spieler zusammen mit einer kleinen Rebellen-Truppe wohldosierte Guerilla-Nadelstiche gegen die Besatzer. Der übergeordnete Auftrag: Die Spritversorgung für die Rückeroberung San Franciscos sichern – denn im ganzen Westen der USA regt sich der Widerstand der Bevölkerung.
Doch eins nach dem anderen. Alles begann mit dem Tod des Alleinherrschers Kim Jong-il und der Machtübernahme durch seinen Sohn Kim Jong-un. Der junge Nachwuchsdespot fackelt nicht lange und eint die koreanische Halbinsel nach Jahrzehnten der Spaltung. Auch Japan rückt bald darauf in das Visier des neuen Machthabers. Und der Nachwuchs-Despot will mehr – Japan gerät ins Visier des neuen Machthabers. Samurai und Co. schauen 2018 dumm aus der Wäsche, nachdem es vom aufstrebenden Nachbar einfach überrannt und annektiert wird. Der kleine Schurkenstaat Nordkorea mutiert innerhalb weniger Jahre zur prosperierenden Weltmacht mit High-Tech-Armee und starker Ökonomie. Endlich ist es soweit, dass der eigentliche Plan des Diktators in die Tat umgesetzt werden kann: Der Erzfeind USA soll für die jahrzehntelangen Gängelungen Nordkoreas büßen. Nach Wirtschaftkrisen und Grippewellen sind die Vereinigten Staaten im Jahr 2025schwer gebeutelt und reif für den Erstschlag: Durch einen EMP-Schlag wird das Stromnetz und damit große Teile der Verteidigung lahmgelegt und schon zwei Jahre später steht der Westen des Landes unter koreanischer Kontrolle. Nur eine versprengte Guerilla-Armee stellt sich der Übermacht – der Albtraum vieler US-Bürger ist virtuelle Realität geworden.
Das Bild vom kometenhaften Aufstieg Nordkoreas, entwickelt mit Hilfe von CIA-Beratern und Hollywoodgröße John Milius (unter anderem „Apocalypse Now“), ist zugegebenermaßen stark konstruiert und natürlich auch maßlos übertrieben, aber durchaus „realitätsnahe“ erzählt. So schleusen die Koreaner ihre Truppen mit Containerschiffen in die USA ein und verwandeln den Mississippi in eine radioaktiv verseuchte Kloake – quasi als strahlenden Schutzwall gegen Angriffe aus dem Osten. Aber genau diese abwegigen Details verleihen dem Rahmen von „Homefront“ einen gewissen Charme. Hier fragt man nicht nach der Machbarkeit – man nimmt es gerne hin und lässt sich bereits in diesem Entwicklungsstadium von der Story einnehmen.
Die Kaos Studios betreiben einen beträchtlichen Aufwand, um „Homefront“ ein angemessenes Korsett zu verpassen. Das konnte man bereits während der E3 erleben, wo das Unternehmen mit einer gelungenen Vorstellung glänzte und Nominierungen und Titel einheimsen konnte. Gaming Excellence nominierte Homefront für die Titel “Spiel der Show”, “Bester Shooter” und “Bestes Konsolenspiel auf mehreren Plattformen”. Machinima.com nominierte Homefront für den Titel “Bestes Spiel der E3″. Gereicht hat es am Ende für die Titel “Sinn des Lebens”, verliehen von Games Radar und “Bestes Spiel der E3″, verliehen von The Electric Playground.
Für das folgende Video konnte Publisher THQ Dank des aktuellen nordkoreanischen Säbelrasselns auf aktuelle TV-Bilder unter anderem mit markigen Worten von US-Außenministerin Hillary Clinton zurückgreifen. Diese stimmen schon fast mit Gruselfaktor auf das Game ein:
Was passiert, wenn die Asiaten die Waffen sprechen lassen, zeigt dieser E3-Trailer bei dem ein US-Stützpunkt vernichtet wird:
Nicht verpassen solltet Ihr außerdem den Debut-Teaser von der E3 2009. Das etwas über eine Minute lange Video zeigt einen Mix aus Spielszenen und Zwischensequenzen, der unter anderem die Hintergrundstory etwas genauer beleuchtet:
Schicke Wallpaper gibt es auch schon:
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Das Release-Datum für den Ego-Shooter Homefront liegt noch mehrere Monate weit weg, da denkt der Publisher THQ bereits laut über einen Nachfolger nach. Der zweite Teil der Homefront-Serie soll in und um London spielen und dem entsprechend Homefront: London heißen. Dies sagte der THQ-Core-Games-Chef Danny Bilson gegenüber dem englischsprachigen Magazin CVG. So hätte das Szenario von Homefront laut Bilson genug Potenzial um weitere Spiele in der futuristischen Kriegswelt anzusiedeln. Ob es sich bei Homefront London auch um einen Ego-Shooter handeln wird und ob das Spiel für PC erscheint, verriet Bilson noch nicht. Kein Wunder, jetzt sollten er und das Entwicklerteam Kaos Studios (Frontlines)auch erstmal noch mit dem Debüt-Titel beschäftigt sein.
Was haltet Ihr von dem Game? Interessiert es Euch? Dann würden wir wie gesagt gerne in Zukunft mehr darüber berichten.










